Falslam Verein

Faslam 2010

faslam2010

Der Faslamclub Tosterglope auf seiner Schnorrtour durch das Dorf 2010. Mit 19. Faslambrüder  zogen sie wieder am ersten Wochenende im Februar durch das Dorf um mit Spaß einen tollen Tag zu erleben. Zum 32. mal seit der Gründung 1978 fand die Woche darauf am 13. Februar im Alten Dorfkrug die Faslamfeier mit der Aufnahme eines neuen Mitstreiters statt. Mit über 60 Tanzfreudigen klang der Abend am frühen Morgen aus.

25 Jahre Faslam in Tosterglope

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1998

Seit 25 Jahren gibt es den Tostergloper Faslamverein, der sich zum Ersten mal 1978 im Gasthaus Hachmeister traf, um ums Dorf zu ziehen. Um 1960 löste sich die seit Alters her bestehende Faslamgruppe auf, vielleicht hatte das Wirtschaftswunder damit zu tun, wer weiß das noch genau.

Schon im Jahre 1977 trieb es einige Tostergloper nach Ventschau, um dort wieder das Faslamhandwerk bei der noch bestehenden Faslamgruppe neu zu erlernen. Die Faslambrüder Cord Reinecke, Henning Gotthold, Manfred Schultz, Jürgen Schoop und Volker Weber werden diesen Tag bestimmt nicht mehr vergessen, denn sie wissen seither wie der Winter und die Geister aus den Häusern vertrieben wird. Der erste Rundgang war noch ohne Musik, bis dann im Jahre 1979 der Musiker Heino Soltau aus Prisser/Dannenberg ganze 12 Jahre lang mit viel Musik und Spaß die Gruppe begleitete.

faslamheino
Heino Soltau

 

Aus gesundheitlichen Gründen verließ er uns schweren Herzens im Jahre 1991, er war uns allen ein guter Freund geworden und wir alle danken Ihm an dieser Stelle für alles. In den folgenden Jahren hatten uns mehrere Musiker, wie Jürgen Meyer ( Faslambruder) ehemalig aus Tosterglope, Addi aus Amelinghausen, die Sötis aus Reinsdorf und Rolf Schmitz aus Ventschau musikalisch Unterstützt. Seit 1996 untermalt Elvis (Burkhard Oltmann) aus Deutsch-Evern musikalisch unsere Gruppe.

Unser erster Rundgang war damals hart, da wir die Strecke Tosterglope, Augustenhof, Köhlingen, Siedlung und wieder Tosterglope zu Fuß zurück legten. Im Jahr darauf ging es mit dem Traktor und Anhänger auf Tour, wo dann auch der Ortsteil Horndorf mit besucht wurde. Horndorf fiel leider später aus Zeitgründen wieder weg. Als Schlepperfahrer hatten es Jürgen Schoop, Cord Reineke, Jürgen Meyer, Helmut Meyer, Jürgen Lütjens, Thorsten Wenk und andere nicht leicht. Bei so manchem Faslamtag meinte Odin, Thor und alle anderen Gottheiten es nicht gut mit uns. Es regnete in strömen, Sturm, Kälte und der Schnee machten uns zu schaffen, aber alle hielten diesen Naturgewalten so gut es ging stand.

In den Häusern wurde getanzt, gesungen und so manche Flasche geleert. Die Küchen der Hausfrauen waren so stark belagert, das die Luft so manches mal so dick war, das man sie hätte schneiden können. Grölend ging es dann wieder auf die Straße um als Raubritter tätig zu werden.

1997
1997

Seit Mitte der achtziger Jahre begannen die Prüfungen der Lehrlinge, die mit Speisen und Getränken abgefüllt wurden. Die Speisen waren so hergestellt, das so mancher Lehrling die Tür nach draußen suchte. Die Lehrzeit beträgt zwei Jahre, die mit tragen des Getränkekorbes beginnt, (in Heino Soltaus Zeit waren sie auch noch Instrumententräger).Am Ende der Ausbildung tanzen die Lehrlinge mit einer Hausfrau einen Walzer, und wurden dann johlend in die Gruppe aufgenommen. Einer der gemeinsten Obermeister (so bezeichnen sich alte Faslambrüder oder der Vorstand) ist Volker Weber, der für die Prüfung der Lehrlinge zuständig ist. Über die Jahre hat er schon so viele Rezepte an den Lehrlingen ausprobiert und getestet, aber bis heute sind keine Verluste zu beklagen, nur vereinzelte Magenverstimmungen.

Einige Hausbesitzer gaben der Gruppe, wie es früher die Sitte war Eier, Wurst und Kuchen. Heute gibt es mehr Bier, Geld und Spirituosen. Der ehemalige Bäckermeister Wilhelm Meyer aus Dahlenburg, der Samstagsnachmittag in Tosterglope noch Brot und Kuchen verkaufte, gab den Faslambrüdern über Jahre je einen Berliner zu essen. Als Tradition gab es bei der ehemaligen Fam. Heino Meyer und Günther Rueter immer Kaffee und Kuchen. Bei Richard Kurmis, der in der Faslamzeit Geburtstag hat eine Runde Astra-Bier, und bei der Fam. Horst Weber zum Abschluss des Tages eine fette Brühe. Das Brühetrinken verschob sich in den Jahren um mehrere Stunden, da die Faslambrüdern und später auch Schwestern bei andern Gastgebern zu viel Sitzfleisch hatten.

Das Mittagsessen besteht schon seit Anfang an aus Erbsensuppe mit Würstchen, die von der Fam. Albert Hachmeister gestiftet wird. (Dieses ist einen besonderen Dank würdig).

 

In den Jahren passierten fast allen Faslambrüder und später auch den Schwestern einige erwähnungswerte Ereignisse.

– Streitereien bei Hachmeister in der Gaststube,- Freundschaft mit Folgen,- Korbverlust im Graben,- ein Lehrling auf dem WC versackt,- Eierschmiss auf PKW,- Ritt auf einer Motorhaube eines PKWs,- Steckenbleiben im Schlamm auf dem Nachhauseweg,- Spiegeleieressen mit anschließender Sauerei,- verärgerte Haus- und PKW Besitzer und das kennen lernen vom Hasen Harvey.

Die erste Faslamschwester war Mareike Gahrens im Jahre 1998, die zweite die der Gruppe beitrat ist Anja Zisler im Jahre 1999 gewesen.

1990
1990

Im Laufe der Zeit schaffte sich der Verein Cowboyhüte (1981) an, von denen nur noch zwei existieren. Ab ca. 1995/96 begann der Verein Kuhhörner zu kaufen um den Bierumsatz zu mindern, denn so mancher schaffte es nicht mehr abends zum Tanzen zu gehen. Im Laufe der Zeit verkleideten sich die Vereinsmitglieder immer bunter und auffallender.

Die Vorsitzenden (Obermeister) und Stellv., die mit großer Freude aller die Gruppe leiteten, waren Jürgen Schoop, Uwe Rueter, Andreas Waschkus, Thorsten Wenk, Steffan Koopmann und Christian Tägder (jetziger Vorsitzender).

Seit 1999 gibt es für unsere Kleinen den Kinderfasching im Gasthaus Hachmeister, der am zweiten Wochenende im Februar stattfindet. Seit dieser Zeit feiert auch der Faslamverein an diesem Tage sein großes Faschingsfest, was bei allen gut ankommt. Der Verein entschloss sich nach mehr als 20 Jahren zu diesem Schritt, um abends frisch zum Faschingsfest zu erscheinen.

1979
1979

Am Anfang, also 1978 bis ca. 1988/89 feierte unsere Gruppe mit der Ventschauer Faslamgruppe zusammen am Abend im Gasthaus Hachmeister so manches fröhlige Fest. Einmal im Sommer trafen sich alle nochmals bei Wilhelm Dibbert in Ventschau um einen gemütlichen Abend bei Essen und Bier zu verbringen. War das nicht schön?

Nach der Auflösung der Ventschauer Gruppe, die einer Musikpleite an einem Festabend folgte, richtete die Tostergloper Gruppe die Faschingsfeste alleine aus. Erst im Jahre 2001 trat der Ventschauer Klaus Demand der Tostergloper Gruppe bei und setzt dadurch wieder eine alte Ventschauer Tradition fort.

Ehemalige Faslambrüder beider Gruppen seit 1978: Michael Niebuhr, Thomas Schoop, Ralf Kerpa, Thorsten Schmidt, Henning Gotthold, Norbert Maschke, Hartmut Maschke, Jürgen Meyer, Helmut Meyer, Volker Arndt, Uwe Rueter, Cord Reinecke, Olaf Tägder, Andreas Wöhlke, Mareike Gahrens, Oliver Korn, Peter-Uwe Reimer, Anja Zisler, Thomas Papke, Norbert Meyer, Alfred Cohrs, Andreas Vogt, Holger Vogt, Eckhard Krüger, Hermann Lindau, Helmut Greibaum, Sven Wagner, Andreas Betti, Detlef Dirks, Friedhelm Schmidt (Fliegenfuß), Jürgen Stefanizyn, Rüdiger Müllbach, Klaus Ullrich Hütter, Burkhard Müller, Heinemann und viele Andere die uns bis zur Erstellung der Chronik nicht eingefallen sind.

Volker Weber